Tarifvertrag vivantes marburger bund

Ebenso deutlich machten die Grünen, dass die Landesregierung, in der auch die Linkspartei angehört, die desolate Personalausstattung und die viel zu niedrigen Löhne im Pflegebereich nicht ändern will. Sie lehnte eine Untergrenze für die Personalausstattung ab, da sonst Kliniken geschlossen werden müssten, und fügte zynisch hinzu, dass sie „keine tarifvertraglichen Löhne vorschreiben“ könne. Organisiert wurde die Aktion von der Gewerkschaft Verdi. Allerdings spielt die Union in enger Zusammenarbeit mit dem SPD-geführten Senat (Landesvorstand) seit zwei Jahrzehnten eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung massiver Einschnitte im Berliner Gesundheitswesen und versucht nun, ihre Spuren zu verwischen, indem sie scheinheilig ihre Empörung über die katastrophalen Folgen der „Sparmaßnahmen“ zum Ausdruck bringt. Die Arbeitgeberseite hat bis jetzt die Auffassung vertreten, diese Verbesserungen erst fr das Jahr 2015. Durch die Streikmanahmen kann Vivantes bewegt werden, die neuen Stufen rckwirkend zum 1. Januar 2014 einzufhren, so der MB. Das Universitätsklinikum Dresden beispielsweise versorgte bis zu 20 COVID-19 Patienten und hielt gleichzeitig 240 Betten frei. Die erste Welle der Pandemie hat das Krankenhaus nach Angaben des kaufmännischen Direktors Marcus Polle rund zwei Millionen Euro gekostet. Die von der Regierung gewährte Pauschale von 560 Euro pro Bett reiche bei weitem nicht aus, um die Lücken zu schließen, sagte er.

Mitte Mai hat der MB die Tarifverhandlungen mit der Vivantes Netzwerk fr Gesundheit GmbH nach der erfolglosen fnften Verhandlungsrunde fr gescheitert erklrt. Ab dem 17. Juni hat der MB erst einzelne Standorte, dann alle Berliner Vivantes-Kliniken bestreikt. Diese Streikmanahmen haben die gewnschte Wirkung gezeigt, hie es aus der rztegewerkschaft. © hil/aerzteblatt.de Die Regierung und ihre „Experten“ versuchen, die Pandemie zur Umsetzung ihrer antisozialen Agenda zu nutzen. Damit nutzen sie die Tatsache aus, dass viele Krankenhäuser heute mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert sind, weil sie sich um Coronavirus-Patienten kümmern oder versuchen, ausreichende Bettenkapazitäten zu erhalten.